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Österreich

Das europäische Programm FOOD – Fighting Obesity through Offer and Demand (Bekämpfung von Adipositas durch Beeinflussung von Angebot und Nachfrage) – wurde im Jahr 2009 mithilfe der finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission (GD SANTE) als Projekt gegründet.
Edenred hat als leitender Partner und Koordinator Vertreter von Gesundheitsbehörden, Ernährungswissenschaftler, Forschungszentren sowie Universitäten in sechs Ländern (Belgien, Tschechien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden) dazu eingeladen, ein Konsortium zu bilden und als Partner am Projekt teilzunehmen.
Obwohl die EU-Förderung im April 2011 auslief, entschlossen sich die Partner dazu, die Ergebnisse zu nutzen und die Maßnahmen im Rahmen eines langfristigen Programms weiterzuführen.
Das österreichische Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) hat im Jahr 2015 die Zusammenarbeit mit Edenred Austria aufgenommen, um das FOOD-Programm in Österreich zu starten – auf Grundlage dessen, was bereits in acht anderen Ländern erzielt worden war. Auf diese Weise wurde Österreich zum neunten Mitgliedsland im FOOD-Konsortium.

Partner

Edenred

https://www.edenred.at/

Edenred konzipiert und entwickelt Gutscheinprogramme für Unternehmen und Behörden. Das Signaturprodukt von Edenred ist der Restaurantgutschein (auch bekannt als Ticket Restaurant®), der weltweit seit über 50 Jahren verfügbar ist und täglich in 42 Ländern von mehr als 43 Millionen Menschen verwendet wird.

Restaurantgutscheine können einen Startimpuls darstellen, durch den Mitarbeiter ihre Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ändern. Zudem ergänzt das FOOD-Projekt – das sich zu einem langfristigen Programm entwickelt hat – perfekt die festgelegten Ziele der unternehmerischen Verantwortung von Edenred, zu denen insbesondere auch der Zugang zu einer ausgeglichenen Ernährung zählt. Edenred ist verantwortlich für die Koordinierung des Programms sowie für die Weitergabe von Informationen und Ergebnissen.

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF)

https://www.bmgf.gv.at/home/EN/Home

Ungeachtet der Regierungsverantwortlichkeiten fungiert das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) als einer der Hauptakteure im Gesundheitsbereich in Österreich. Im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung unternimmt das Bundesministerium für Gesundheit große Anstrengungen, um einerseits die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern und andererseits das öffentliche Bewusstsein über die Wichtigkeit eines gesunden Lebenswandels zu stärken. Gesundheitsförderung und Prävention gelten als öffentliche Verantwortlichkeiten, die das Ziel verfolgen, die Gesundheit und Lebensqualität der österreichischen Bevölkerung zu verbessern.

Um eine Trendumkehr der steigenden Übergewichts- und Adipositaszahlen bis zum Jahr 2020 zu erzielen und um ernährungsbedingten, nicht übertragbaren Krankheiten vorzubeugen, wurde in Österreich im Jahr 2011 der Nationale Aktionsplan Ernährung ins Leben gerufen. Ziel des Plans ist die transparente und regierungsübergreifende Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Vermeidung von Überernährung, Unterernährung und Fehlernährung. Bestehende Maßnahmen wurden im Rahmen einer nationalen Verpflichtung zu einer wirkungsvollen Strategie vereint.

Methodik

Schritt 1: Forschung und Wissen

Die ersten methodischen Schritte, deren Entwicklung in der Projektphase des FOOD-Programms stattfanden, wurden nicht in Österreich durchgeführt. Dazu zählen beispielsweise die Bestandsaufnahme der bestehenden Programme und die Umfragen. Mithilfe der aktuellen Gesundheitsdaten des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen konnten die Partner tatsächlich direkt damit beginnen, spezifische nationale Empfehlungen zu erarbeiten und eine Kommunikationsstrategie zu konzipieren, die sich an die beiden Hauptzielgruppen richtet: an Mitarbeiter und Restaurants.

Schritt 2: Empfehlungen

Die österreichischen Partner haben sich dafür entschieden, die von den ersten 8 Teilnehmerländern erarbeiteten allgemeinen Empfehlungen anzunehmen. Zusätzlich wurden von ihnen noch spezifische, auf die lokalen Essgewohnheiten abgestimmte Empfehlungen hinzugefügt.

Empfehlungen an die Mitarbeiter

  • Heute schon genug getrunken? Wasser und ungesüßte Tees sind die beste – weil
    zuckerfreie - Wahl.
  • Treiben Sie es bunt mit Obst und Gemüse! Am besten 5x am Tag!
  • Vollkorn hat Mehrwert! Vitamine und Mineralstoffe sitzen unter der Schale und im Kern.
  • Auf der Ernährungsbühne sind die Beilagen die Stars! Reis, Nudeln und Erdäpfel liefern gute Kohlenhydrate..
  • Holen Sie sich den Knochenzement Kalzium aus Milch, Käse und Joghurt.
  • Gönnen Sie sich eine Auszeit! Ihr Körper freut sich über 3 fleisch- und wurstfreie Tage pro Woche.
  • Petri Heil! Mindestens einmal pro Woche Fisch auf den Tisch!
  • Würzen statt Salzen! Petersilie, Majoran, Thymian, Oregano, Basilikum, Koriander,
    Minze, Dille, Kümmel, Kardamom etc. schmeicheln dem Gaumen und der Verdauung.
  • Pflanzen können mehr! Mehr von der Pflanze und weniger vom Tier ist gesünder – insbesondere bei den Fetten.
  • Clever kochen heißt Fett sparen! Dünsten, Dampfgaren, Grillen oder Braten sind gute Zubereitungsmethoden.

Empfehlungen an die Restaurants

  • Gebäck in Vollkornvariante wird täglich angeboten.
  • Es gibt täglich ein vegetarisches Gericht.
  • Falls es Fleischgerichten gibt, wird dazu Gemüse und/oder eine stärkehaltige Beilage angeboten.
  • Einmal pro Woche wird Fisch angeboten. In vegetarischen/veganen Restaurants wird stattdessen mindestens eine Speise mit Rapsöl zubereitet.
  • Es befinden sich keine Salzstreuer am Tisch.
  • Eine Entnahmestelle für kostenloses Leitungswasser und Gläser ist vorhanden.
  • Die Konsumentin/der Konsument kann zwischen großen und kleinen Portionen wählen.
  • Gibt es einen Tagesteller/ein Mittagsmenü wird mindestens drei Mal wöchentlich Salat und/oder Gemüse und/oder eine Gemüsesuppe dazu angeboten.
  • Folgende Zubereitungsarten werden verwendet: Grillen, Dünsten, Schmoren.

Kriterien, die Mitglieder des FOOD-Restaurantnetzwerks erfüllen müssen

Nachdem eine Reihe von spezifisch angepassten FOOD-Empfehlungen für Restaurants erarbeitet worden war, wurde ein Restaurantnetzwerk gegründet.
Um ein Mitglied des FOOD-Netzwerks zu werden, müssen Restaurants in Österreich 5 der 9 Empfehlungen umsetzen.

Klicken Sie hier, um eine Karte des gesamten Netzwerks der FOOD-Restaurants zu öffnen: click here

Schritt 3: Kommunikationsstrategie

Im Rahmen der Projekt- und Programmphasen wurden einige Kommunikationswerkzeuge für die beiden Zielgruppen erarbeitet:

See the Communication tools for employees

See the Communication tools for restaurants

Schritt 4: Evaluierung

Das FOOD-Barometer

Inspiriert von den Umfragen, die während der Projektphase im Zeitraum 2009-2010 stattfanden, wurden Fragebögen entwickelt, die unter dem Namen FOOD-Barometer bekannt sind. Diese Fragebögen wurden seit dem Jahr 2012 jährlich herausgegeben, um die Entwicklung der Gewohnheiten und Meinungen zum Thema ausgewogene Ernährung innerhalb beider Zielgruppen – Mitarbeiter und Restaurants – zu erheben.
Österreich hat im Jahr 2016 zum ersten Mal an den FOOD-Barometer-Umfragen teilgenommen.

Click here to consult the results for Austria

Schritt 5: Anpassung und Weitergabe

Die während der Evaluierung erhobenen Daten ermöglichen den Partnern, die Kommunikationsstrategie an die Erwartungen der Mitarbeiter und Restaurants anzupassen. Dabei handelt es sich um eine kontinuierliche Verbesserung des Programms, seiner Nachrichten und Kommunikationswerkzeuge.